Seit der Antike gilt der Goldene Schnitt als Sinnbild harmonischer Proportion. Im Entwurf des Hauses am See wird dieses Prinzip nicht als formale Spielerei verstanden, sondern als Grundlage einer räumlichen Ordnung, die Grundriss, Fassade, Wegführung, Licht und Materialität miteinander verbindet. Nachhaltigkeit erschöpft sich dabei nicht allein im rechnerischen Energiebedarf eines Gebäudes. Selbstverständlich folgt das Haus heutigen Anforderungen an Energieeffizienz, Dauerhaftigkeit und technische Vernunft. Darüber hinaus versteht der Entwurf Architektur jedoch als atmosphärische Kraft: als Fähigkeit eines Hauses, Orientierung, Ruhe, Lebendigkeit und Wohlbefinden zu erzeugen. Das Haus erstreckt sich in die Landschaft. Innen- und Außenraum gehen fließend ineinander über. Selbstständige Wandscheiben führen den Raum aus der Weite des Grundstücks zur Mitte hin, wo sich die Feuerstelle als räumlicher und symbolischer Schwerpunkt befindet. Dort verdichtet sich das Haus. Der halbrunde, nach innen gerichtete Wohnbereich öffnet sich nach oben und erhält sein Licht vor allem von dort sowie vom Feuer selbst. Die axiale Ordnung dient nicht der Repräsentation, sondern der räumlichen Führung. Da die Mitte durch die Feuerstelle besetzt ist, wird der direkte Weg unterbrochen. Der notwendige Umweg erschließt das Haus diagonal und erzeugt wechselnde Blickbeziehungen, räumliche Spannung und eine bewusste Annäherung an die einzelnen Bereiche. Das Gebäude gliedert sich in Wohnbereich mit Terrasse und Schwimmteich, Wirtschaftsbereich, Gäste- oder Arbeitsbereich sowie Natur- und Gartenraum. Im Obergeschoss befinden sich Individualräume, Bad und Bibliothek mit Bezug zum zweigeschossigen Wohnraum. Alle Räume erhalten einen direkten oder indirekten Bezug ins Freie. Wand, Decke, Dach und Baukörper werden als eigenständige Elemente behandelt, ordnen sich jedoch einem gemeinsamen Proportionssystem unter. So entsteht ein architektonischer Rhythmus, vergleichbar mit einer musikalischen Komposition. Das Haus am See wird damit zu einer gebauten Harmonie aus Ort, Proportion, Licht und Bewegung.
Studie

Neubau einer modernen Villa – Das Haus am See

Entwurfsbeschreibung

Seit der Antike gilt der Goldene Schnitt als Sinnbild harmonischer Proportion. Im Entwurf des Hauses am See wird dieses Prinzip nicht als formale Spielerei verstanden, sondern als Grundlage einer räumlichen Ordnung, die Grundriss, Fassade, Wegführung, Licht und Materialität miteinander verbindet.

Nachhaltigkeit erschöpft sich dabei nicht allein im rechnerischen Energiebedarf eines Gebäudes. Selbstverständlich folgt das Haus heutigen Anforderungen an Energieeffizienz, Dauerhaftigkeit und technische Vernunft. Darüber hinaus versteht der Entwurf Architektur jedoch als atmosphärische Kraft: als Fähigkeit eines Hauses, Orientierung, Ruhe, Lebendigkeit und Wohlbefinden zu erzeugen.

Das Haus erstreckt sich in die Landschaft. Innen- und Außenraum gehen fließend ineinander über. Selbstständige Wandscheiben führen den Raum aus der Weite des Grundstücks zur Mitte hin, wo sich die Feuerstelle als räumlicher und symbolischer Schwerpunkt befindet. Dort verdichtet sich das Haus. Der halbrunde, nach innen gerichtete Wohnbereich öffnet sich nach oben und erhält sein Licht vor allem von dort sowie vom Feuer selbst.

Die axiale Ordnung dient nicht der Repräsentation, sondern der räumlichen Führung. Da die Mitte durch die Feuerstelle besetzt ist, wird der direkte Weg unterbrochen. Der notwendige Umweg erschließt das Haus diagonal und erzeugt wechselnde Blickbeziehungen, räumliche Spannung und eine bewusste Annäherung an die einzelnen Bereiche.

Das Gebäude gliedert sich in Wohnbereich mit Terrasse und Schwimmteich, Wirtschaftsbereich, Gäste- oder Arbeitsbereich sowie Natur- und Gartenraum. Im Obergeschoss befinden sich Individualräume, Bad und Bibliothek mit Bezug zum zweigeschossigen Wohnraum. Alle Räume erhalten einen direkten oder indirekten Bezug ins Freie.

Wand, Decke, Dach und Baukörper werden als eigenständige Elemente behandelt, ordnen sich jedoch einem gemeinsamen Proportionssystem unter. So entsteht ein architektonischer Rhythmus, vergleichbar mit einer musikalischen Komposition.

Das Haus am See wird damit zu einer gebauten Harmonie aus Ort, Proportion, Licht und Bewegung.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare