Städtebau_Zweibrücken
Weststadt in Zweibrücken (Rhld.-Pf.)
Rahmenplanung

Rahmenplanung für Zweibrücken-Weststadt

Projektbeschreibung

  • Analyse
  • Konzeption
  • Entwurf

Entwurfsbeschreibung

Die Arbeit untersucht Zweibrücken als Stadt im strukturellen Wandel. Ausgangspunkt ist die besondere Lage im Südwesten von Rheinland-Pfalz, nahe Saarland und Frankreich, sowie die historische Prägung als Residenz- und Garnisonstadt. Der Abzug militärischer Nutzungen hat großflächige Konversionsareale freigesetzt, die zugleich Risiko und Entwicklungschance darstellen. Städtebaulich zeigt sich Zweibrücken als durchgrünte, topografisch geprägte Stadt mit ausgeprägten Talräumen, Hangkanten und linearen Grünstrukturen entlang von Schwarzbach und Hornbach. Diese landschaftlichen Potenziale sind jedoch nur unzureichend mit der Innenstadt verknüpft.

Die Innenstadt besitzt mit Fußgängerzone, historischen Plätzen, Schloss, Alexanderkirche, Herzogplatz, Rosengarten und Rennwiese bedeutende stadträumliche Qualitäten. Gleichzeitig bestehen deutliche Brüche: Verkehrsachsen und Gleisanlagen zerschneiden den Stadtraum, der Bahnhofs- und Weststadtbereich ist funktional und räumlich schlecht angebunden, großflächige Gewerbestrukturen liegen in unmittelbarer Innenstadtnähe, und der Einzelhandel steht unter Druck durch randstädtische Angebote wie das Designer-Outlet-Center.

Die vorgeschlagene Entwicklung zielt auf eine funktionale und räumliche Vernetzung der Einzelpotenziale. Konversionsflächen, Hochschule, Flughafen, Weststadt, Rosengarten und Innenstadt sollen nicht isoliert betrachtet, sondern als zusammenhängendes städtisches System aktiviert werden. Wesentlich ist die Stärkung der Innenstadt als urbaner Erlebnisraum mit klaren Stadteingängen, besserer Orientierung, aufgewerteten öffentlichen Räumen, ergänzenden Nutzungen und einer stärkeren Einbindung von Landschaft, Kultur, Freizeit und Mobilität. Die Standortoptimierung versteht Stadtumbau damit nicht als Einzelmaßnahme, sondern als strategischen Prozess zur Profilierung Zweibrückens innerhalb der polyzentrischen Region.

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